Ikke Hüftgold Michael Wendler

Ikke vs. Wendler: Mittelfinger zeigen OK, Meinungsfreiheit adé

Dorf Münsterland sagt Wendler-Auftritt für Mai ab

Er kommt mit einem erhobenen Mittelfinger auf die Bühne, beschmeißt sein Publikum mit Bier, singt von „Dicken Titten“, Kartoffelsalat, Dauersaufgelagen und stellt fest: „Wer ficken will, muss freundlich sein.“ In seinem Video „Bumsbar“ prangt er als Jesus am Kreuz, und zur Kommunion isst der Pastor ein Kondom statt einer Oblate. Spannend, dass gerade dieser Partysänger – Ikke Hüftgold – nicht auf einer Bühne auftreten möchte, bei der nebenan mehr als ein halbes Jahr später Michael Wendler stehen sollte.

Es ist spruchreif. Zumindest im Netz äußert sich die Partylocation Dorf Münsterland zu ihren fragwürdigen Maßnahmen. Es war eine Ankündigung, die für Aufsehen in der Schlagerszene sorgte. Michael Wendler, der König des Popschlagers, sollte am 03. Mai 2025 in dem Partydorf bei Legden eine Bühne bekommen. Doch das gefiel ausgerechnet Ballermann-Schreihals Ikke Hüftgold nicht. Der Partysänger hatte eigentlich am 02. November einen Auftritt im Dörfli. Doch diesen blies der 48-jährige Limburger zwei Tage vorher einfach ab, erfüllte seinen Vertrag mit dem Veranstalter nicht, obwohl die Booking-Agentur ihn noch am Vortag telefonisch bestätigt hatte. Lediglich in den sozialen Netzwerken grölt die Kunstfigur um Matthias Distel sein antifaschistisches Statement durch‘s Netz: „Ich werde keinen Veranstalter unterstützen, der Nazis eine Bühne gibt.“

Weiter schreibt Ikke, der sich gerne mal selber reden hört:

Quelle: Instagram Ikke Hüftgold

Es entsteht immer häufiger der Verdacht: Wer dem Ballermannstar nicht nach dem Mund redet oder eine Entscheidung trifft, die ihm nicht passt, fällt in Ungnade. Als er es mit seinem „Lied mit gutem Text“ nicht ins ESC-Finale schaffte, warf er kurzerhand dem NDR Manipulation vor. Und nun tanzte auch der Veranstalter, das Dorf Münsterland, nicht nach seiner Pfeife. Selbst nach intensiven Gesprächen mit Hüftgold hielt die Eventmanagerin an dem Termin mit Wendler fest. Schließlich hätten die beiden Auftritte nichts miteinander zu tun. Außerdem sei die Buchung von Michael Wendler kein politisches Statement, sondern ist lediglich ihre Aufgabe als Koordinatorin der Veranstaltungen des Partydorfs. Und dessen Publikum wollte den umstrittenen Sänger nun einmal sehen und hören, der Kartenverkauf für das Event mit ihm im Mai lief außerordentlich gut.

Das geht in den Augen von Matthias Distel alias Ikke Hüftgold natürlich nicht. In seiner Fangemeinde fand der selbstverständlich Unterstützung, die sich auch durch Kommentare auf die Posts des Dorf Münsterland ausdrückte. Viele gingen sogar noch weiter, verschickten persönliche Beleidigungen und Drohungen an die Veranstalterin. Ein wahrer Shitstorm gegen die Eventmanagerin persönlich, ihre Agentur, das Partydorf sowie die dazugehörige Hotelkette begann. Ikke jedenfalls trat nicht auf, die Verwaltung des Partydorfs knickte ein und sagte schließlich dem Wendler ab.

Fazit: Sein Publikum mit Bier zu bewerfen, sexistische Aussagen und Beleidigungen sind okay, das Äußern politischer und gesellschaftlicher Meinungen nicht. Klar hat Michael Wendler nicht gerade den besten Stil, seine Haltung kundzutun, und manche seiner Aussagen sind recht fragwürdig. Doch wäre es nicht Ausdruck der hochgepriesenen deutschen Demokratie und Toleranz, auch diese Meinung gelten zu lassen?! Sollte man nicht jedem die Chance geben, sich und sein Tun zu erklären und zu bessern?

Und ist das Verhalten von Ikke seinem Publikum und seinen Vertragspartnern gegenüber wirklich so viel besser? Fakt ist: Allein diese Diskussion ist hier völlig fehl am Platz. Wie der Name schon sagt, geht es bei Musikveranstaltungen um Musik und Party. Und die machen sowohl der Wendler, als auch Ikke. Und zwar beide ausgesprochen gut, was viele Fans und zahlreiche Ticketverkäufe bestätigen. Wobei man auch sagen muss, dass Michael Wendler schon Locations mit 12.000 Menschen füllte, während Ikke Hüftgold noch vor wesentlich weniger trinkbegeisterten Fans auftrat…

So lasst uns enden mit dem Insta-Kommentar von „sascha_the_brain“:

Wieder ein Veranstalter der nicht Standhaft bleibt!!!! 

Schade denn ich finde es sollte um Musik gehen und sonst um nichts anderes.

Jeder will haben das der Wendler seine Schulden begleicht und so weiter aber es wird ihm die Chance genommen etwas zu unternehmen in diese Richtung.

Es werden durch aussagen von Ikke Hüftgold und anderen Hatern zum Mobbing aufgerufen.

Der Ikke hätte doch gar kein Kontakt zum Wendler gehabt sondern wäre jetzt aufgetreten und nicht nächstes Jahr zur selben Zeit.

So kann man alles schön beeinflussen und eine Familie zerstören.

Damit sind andere Künstler & Hater kein bischen besser als der Wendler wofür er angeprangert wird….wobei ja vieles stimmt was ihm vorgeworfen wird aber mit vielen sachen hatte er recht und irgendwann sollte echt mal gut sein.

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