Saskia Leppin in ihrer Heimatstadt Hamburg

Saskia Leppin: “Sag niemals nie”

Exklusiv-Interview mit Saskia Leppin in Hamburg

Saskia Leppin: Warum hast Du Dich nach Deiner Musicalausbildung an der Hamburger Stage School für eine Solokarriere als Schlagersängerin entschieden?


Keine Schlag(er)

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„Ich war auf den AIDA-Schiffen als Solistin. Dort hatten wir alle eigene Programme. Jeder von uns durfte dieses Programm mit Songs nach seinem Geschmack füllen. Ich entschied mich überwiegend für Schlagertitel, unter anderem von Helene Fischer. Mir fiel dabei auf, dass ich lieber ich selbst auf der Bühne bin, als irgendeine Rolle zu spielen. Auch die Nähe zum Publikum war das, was ich wollte. Und das dann auch noch am liebsten mit eigenen Songs. Das war eigentlich so der Grund für die Schlagerkarriere. Diesen Schritt habe ich noch keine Sekunde bereut.“

Heißt das auch gleichzeitig, dass es keine Rückkehr zur Musicalbühne geben wird?

„Ich sage immer: Sag niemals nie! Aber zum jetzigen Zeitpunkt definitiv nicht. Ich bin nach wie vor ein großer Musicalfan und habe davor auch wahnsinnigen Respekt, weil ich weiß, wieviel Arbeit das ist. So eine Musicalrolle ist wie Leistungssport – jeden Tag, achtmal die Woche die selbe Show zu spielen.“

Ganz stark bist Du bei Duetten – 2016 mit Gunter Gabriel der Juliane-Werding-Klassiker „Wenn du denkst…“, 2021 dann das nächste große Duett mit Daniel Sommer „Das war so nicht geplant“ und gerade ganz frisch „Lieblingsmensch“ mit Tobee. Wie kamen diese großen Duette zustande?

„Die letzen beiden total spontan. Ich bin ein großer Fan von Duetten, sich einfach zusammenzutun und zu machen, und nicht zu hinterfragen, ob es gerade passt. Daniel und ich sind sehr lange befreundet. Wir saßen damals bei einem Glas Wein zusammen und quatschten über Songs. Daniel spielte mir ‘Das war so nicht geplant’ vor. Der Song gefiel mir auf Anhieb, und wir nahmen ihn auf.

Tobee und ich kennen uns auch schon etwas länger. Er fragte mich schon vor einiger Zeit, ob ich Lust hätte, ein Duett mit ihm zu machen. Er hätte da einen Song, den er mir gerne mal schicken möchte. Ich war skeptisch und fragte mich, was da wohl für ein Titel kommen würde. Aber als ich ‘Lieblingsmensch’ das erste Mal hörte, war ich total begeistert. Und ich muss zugeben, dass es mich gefreut hat, dass Tobee mich gefragt hat. Was soll ich noch sagen – jetzt ist ‘Lieblingsmensch’ draußen, und wir freuen uns.“

Aber mal ehrlich -.das ist doch ein Ohrwurm mit Hitpotenzial?!

„Es wäre toll, wenn es so wäre. Ich würde es mir sehr wünschen.“

Saskia Leppin in ihrer Heimatstadt Hamburg

Deine Musik und Deine Texte sind immer ziemlich selbstbewusst und frech. Außerdem setzt Du bei Deinen Titeln häufig auf junge Songwriter wie Daniel Sommer und Marie Reim. Findest Du, dass der Schlager jünger werden muss?

„Schlager ist in den letzten Jahren frech und modern geworden. Das merkt man auch schon an den Produktionen. Im Gegensatz zu damaligen Songs ist wahnsinnig viel passiert. Nichtsdestotrotz gehen die Klassiker immer. Wenn es ein Hit ist, ist das Alter egal. Ich finde, Schlager hat schon eine riesige Entwicklung hinter sich.“

Viele Schlagerstars machen aus ihrem Privatleben ein kleines Geheimnis, Du nicht. Du teilst Dein Privatleben in Teilen mit Deinen Fans. Warum?

„Jeder macht es natürlich so, wie er möchte. Viele Sachen halte ich auch privat. Ich schütze damit meine Familie. Meinen Sohn würde ich jetzt nicht in den sozialen Netzwerken zeigen, außer mal so Aufnahmen von hinten beim Fahrradfahren. 

Auf der anderen Seite macht es mir auch schon Spaß, mit meinen Fans einige Dinge zu teilen oder darüber zu sprechen. Es gibt aber auch Tage, da habe ich mein Handy nicht bei mir.“

Irgendwann meldete sich Kaiser & Kaiser bei Dir. Was hast Du da gedacht? Und wie hat sich Deine Karriere dadurch verändert?

„Ich habe mich natürlich wahnsinnig gefreut. Gerade zu Rolands Tochter Annalena habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Die Zusammenarbeit macht sehr viel Spaß.“

Hat Annalena oder Roland Kaiser persönlich bei Dir angerufen?

In der Tat war das erste Gespräch mit Beiden. Ich hatte ein Treffen mit Annalena. Trotzdem hat sich Roland da schon sehr stark mit eingebracht, was ich übrigens sehr toll fand, gerade, wenn es um musikalische Sachen geht. Denn wenn sich im Schlager und mit Musik einer auskennt, dann ist es Roland Kaiser. 

Ein unbeschreibliches Erlebnis war natürlich die Tour, die ich mitmachen durfte. Das war für mich eine sehr große Erfahrung und Ehre.“

Was war es denn für ein Gefühl, mit dem Kaiser auf der Bühne zu stehen?

 „Dass Roland Kaiser seine Bühne mit mir und auch mit Daniel Sommer und Sarah Zucker geteilt hat, war unglaublich. Es waren alles riesengroße Open-Airs. Ich für meinen Teil habe versucht, jedes Konzert davon zu genießen. Ich weiß ja nicht, ob ich so etwas nochmal miterleben darf. An Erfahrung habe ich an diesen Abenden einiges mitgenommen. Das Publikum hat uns unglaublich gut aufgenommen. Da bin ich persönlich total happy drüber, das ist nicht selbstverständlich. Denn das Publikum ist ja nicht wegen mir, sondern wegen Roland Kaiser gekommen. Ehrlich, ich würde es am liebsten jeden Tag wieder erleben.“

Saskia Leppin, Erntedank Vier- und Marschlande

Du hast Dich auch von Konzert zu Konzert, was Deine Outfits angeht, immer mehr getraut, wurdest immer mutiger…

 „Ja genau, da hast du Recht!“

Was hast Du alles vom Kaiser gelernt?

„Roland ist ein unglaublich lustiger Mensch und dabei trotzdem so bodenständig. Er hat irgendwie immer einen coolen Tipp parat und ist unfassbar herzlich. Er unterstützt uns sehr professionell, was Social Media angeht. 

Ich finde es einfach Wahnsinn, dass ein Künstler in seinem Alter über zwei Stunden auf der Bühne steht, und das mit einer so tollen Band. Das muss man erst mal machen. Zwei der Konzerte habe ich nach meinem Auftritt von Anfang bis Ende angeschaut. Da fiel mir auf, dass wirklich jeder Song ein Hit ist. Das ist unglaublich beeindruckend.“

Hast Du eigentlich Lampenfieber? Wenn ja, was tust Du dagegen?

„Nicht viel mache ich gegen Lampenfieber, das ich in der Tat vor jedem Auftritt habe. Lampenfieber gehört in einem gesunden Maß auch dazu. Ich brauche kurz vor einem Auftritt immer ein bisschen meine Ruhe. In dieser Zeit gehe ich für mich noch ein paar Dinge durch. 

Ich möchte gar nicht auf die Bühne gehen und dabei nichts mehr empfinden, egal, ob positiv oder negativ. Diese Gefühl davor lässt sich mit einem Kribbeln im Bauch vergleichen. Aber sobald ich dann auf der Bühne stehe, ist es vorbei.” 

Wie äußert sich Lampenfieber bei Dir? 

„Ich habe ein flaues Gefühl in der Magengegend. Ich möchte am liebsten kurz vor dem Auftritt nicht mehr angesprochen werden.“

Saskia Leppin in ihrer Heimatstadt Hamburg

Heute hast Du ein Konzert in Deiner alten Heimat Hamburg. Was vermisst Du an Hamburg?

„Einfach alles. Ich vermisse an Hamburg wirklich viel. Hamburg ist für mich Heimat. Meine Familie ist hier, mein Bruder, meine Schwester, meine Eltern. Meine Geschwister haben mittlerweile auch alle Kinder. Manchmal denke ich dann schon, es wäre schön, wenn mein Sohn jetzt auch dabei wäre. Meine engsten Freunde habe ich hier, ich bin in Hamburg aufgewachsen. Die tollen Restaurants fehlen mir. Du kannst hier fast an jeder Ecke cool Essen gehen. Die Alster, den Hafen, einfach die ganzen Dinge, die Hamburg so bietet. Das wird einem bewussst, wenn man erstmal woanders ist. Aber nein, alles gut. Ich komme überall zurecht. Hamburg bleibt meine Heimat, und wenn der HSV nächstes Jahr noch aufsteigt, bin ich ein glücklicher Mensch.“

So wie Du schwärmst, gibt es irgendwann ein Comeback in Hamburg? 

„Mal schauen, da kann ich wirklich gar nichts zu sagen. Vielleicht?“



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Als Tobee Dich für das Duett anrief, hast Du etwas skeptisch in den sozialen Netzwerken reagiert. Könntest Du Dir eine Karriere an der Playa vorstellen?

Erstmal vorweg: Ich liebe Ballermannmusik und höre sie auch oft mal im Auto, wenn ich von einem Auftritt nach Hause fahre. Und ich werte das auch nicht. Popschlager ist für mich nicht mehr wert, als die Partymusik vom Ballermann. Ich feiere die Musik total, sehe mich nur nicht im Bierkönig auftreten, weil ich nicht die passenden Songs habe. Und ich denke nicht, dass man Saskia Leppin mit meinen Songs im Bierkönig sehen und hören möchte. Das ist meine realistische Einschätzung. Wenn ich die passenden Songs allerdings hätte, würde ich kein Problem darin sehen, im Bierkönig auf der Bühne zu stehen.

Wenn man bei einem Song als Solo oder Duett ein gutes Gefühl hat, sollte man es machen. Kurzum, ich würde es nicht ausschließen, aber kann im Gegenzug auch nicht sagen, dass es passiert.“

Wir haben ja in Winsen/Luhe beim Oktoberfest Tobee interviewt. Er hat „Lieblingsmensch“ dort nicht gesungen, nur kurz angestimmt, weil er meint, dass der Song da nicht hinpasst. Wirst Du „Lieblingsmensch“ heute singen? Deine Fans feiern den Song und warten darauf…

„Es ist in der Tat so, dass wir von ‘Lieblingsmensch’ keine Akustik-Version haben. Aber ich denke, wenn ich hier jetzt nicht ausgebuht werde, dass ich am Schluss des Abends die Vollversion abspielen werde. Irgendwie fühle ich auch, dass der Song heute stattfinden muss.“

Saskia Leppin in ihrer Heimatstadt Hamburg

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