Vier Fragezeichen

Finja und die vier Fragezeichen

Jugendkult im Altonaer Theater

Ein Zauberer verschwindet mitten in seiner Vorstellung in einem Schrank. Ein Scherz oder eine gut geplante Entführung? Justus, Bob und Peter nehmen die Ermittlungen auf. Schlagerzeile® Kinderreporterin Finja war bei der Premiere der „Drei ???“ im Altonaer Theater dabei und traf die Detektive, die eigentlich vier sind. Verwirrend? Lest einfach selbst. 


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Wessen Kindheit haben sie nicht geprägt, damals noch die Hörspiel-Kassetten der „Drei ???“?! Abends im Bett wurde noch einmal der Kassettenrekorder eingeschaltet, und der Ausflug nach Rocky Beach konnte beginnen. Schlagerzeile®-Kinderreporterin Finja hat für Euch etwas recherchiert. Die Jugendbuch-Serie stammt aus den USA und wurde in sehr viele Sprachen übersetzt. Erfunden hat die Detektiv-Serie der Journalist und Autor Robert Arthur in den 1960er Jahren. „Also über 60 Jahre bevor ich zur Welt kam“, ist Finja erstaunt. In Amerika wurde die erfolgreiche Serie 1993 nach 58 Bänden von elf Autoren eingestellt. „Der erste Band erschien in den Vereinigten Staaten 1964. Also feiern die ‚Drei ???‘ dieses Jahr sozusagen ihren 60. Geburtstag. Ich finde, dafür haben sich Justus, Bob und Peter ziemlich gut gehalten“, lacht die Nachwuchs-Journalistin beim gemeinsamen Schreiben des Artikels. 

1968 begann der Triumpphzug der drei Detektive in Deutschland. Und auch, wenn in Amerika die Reihe seit 1993 eingestellt ist, schreiben deutsche Autoren ständig neue Fälle. Am 12. Oktober 1979 erschien die erste Folge der „Drei ???“ beim Europa-Verlag mit dem Titel „Der Superpapagei“. Der längste Fall der Jungs ist Hörspielfolge 201 „Höhenangst“ auf vier Kassetten oder vier CDs mit einer Spielzeit von fünfeinhalb Stunden. 

Auch heute noch ermitteln die Detektive im fiktiven Ort Rock Beach. Folge 226 „Die Spur der Toten“ erscheint am 24. März. Die Original-Sprecher der Jungs sind tatsächlich seit der ersten Folge gleich geblieben. Oliver Rohbeck ermittelt als Justus Jonas. Den sportlichen Peter Shaw spricht Jens Wawrczeck, und Bob Andrews leiht Andreas Fröhlich seine Stimme. Matthias Fuchs und Thomas Fritsch waren die Erzähler der 186 Folgen. Diese großen Stimmen sind aber leider schon für immer verstummt. Seit Folge 187 führt Axel Milberg durch die Abenteuer.



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Die Original-Stimmen stehen bei der Welturaufführung der „Drei ???“ im Altonaer Theater zwar nicht auf der Bühne, dennoch ist die Aufführung ein Muss, nicht nur für Fans. In dem Stück „Die drei ??? – Das Kabinett des Zauberers“ verzaubern die jungen Hauptdarsteller Nils Martens als Justus Jonas, Marvin Künne als Bob Andrews und normalerweise Johannes Kiesler als Peter Shaw das Publikum.

Doch bei der Uraufführung am Samstag kam es anders, und aus den drei Fragezeichen wurden unerwartet vier. Denn die Erstbesetzung Johannes Kiesler hatte am Premierentag unerwartet gesundheitliche Probleme, und die Zweitbesetzung Connor Krause, der eigentlich erst im Mai auf der Bühne stehen sollte, musste eine der Hauptrollen übernehmen.

„Cool war, dass wir in der zweiten Reihe außen unsere Plätze hatten“, so Finja. In der Reihe vor, neben und hinter uns saßen die „Drei ???“, als der Zauberer Pablo seine Zaubershow auf der Bühne eröffnete.“ Der Zauberer suchte aus dem Publikum einen freiwilligen Assistenten. Neben uns hatte Bob Andrews Platz genommen, der heftig mit den Armen wedelte und auf Peter Shaw alias Connor Krause zeigte. 

Pablo wurde natürlich auf die Handzeichen aufmerksam und holte den schüchternen Peter auf die Bühne. Dort bat er den Jungen mit dem blauen Baseball-Cap, ihn in den Schrank zu sperren und die durch ein Loch zeigenden Arme zu fesseln. Danach sollte er einen Vorhang vor den Schrank ziehen, und der Magier wollte versuchen, sich innerhalb von 30 Sekunden zu befreien. Als nach mehr als zwei Minuten nichts passiert war, schaute Peter ziemlich verzweifelt von der Bühne und bat Justus und Bob zu sich. Gemeinsam stellten sie fest, dass der Schrank eine Falltür in den Keller enthielt. Doch auch dort keine Spur von Pablo. 

Peter Shaw alias Connor Krause

Die drei Fragezeichen hatten einen neuen Fall und Connor Krause unerwartet seinen großen Auftritt. „Ich musste tatsächlich heute spontan einspringen“, berichtet er sichtlich erleichtert nach der Vorstellung, für die der Nachwuchsschauspieler Riesenapplaus erntete. „Es hat megaviel Spaß gemacht, heute als Peter auf der Bühne stehen zu dürfen. Trotzdem ist es für Johannes natürlich sehr schade, weil ich weiß, wie gern er heute Abend hier dabei gewesen wäre.“

Wie aufgeregt warst Du bei Deiner vorgezogenen Premiere?

„Sehr“, gibt Connor ehrlich zu, der noch im zweiten Jahr seiner Schauspielausbildung bei Zeboni steckt. „Wir müssen oben durch so einen kleinen Gang, den Taubengang, laufen. So kommen wir aus dem Backstage-Bereich in den Zuschauerraum. In dem Raum packte mich das Lampenfieber und ich sagte zu Nils und Marvin, dass ich das nicht schaffe“, fügt er lachend hinzu. „Wenn man dann aber wie wir zu Beginn der Vorstellung im Publikum sitzt und merkt, dass es nicht beißt, und man dann noch kurz Zeit hat, mit seinen Kollegen zu reden, geht das. Steht man dann auf der Bühne, ist die Aufregung wie weggeblasen.“ 

Hast Du als Kind auch die Hörspiele der „Drei ???“ verschlungen?

„Klar haben die ‚Drei ???‘ auch meine Jugendzeit bestimmt. Wobei ich sagen muss, dass ich nicht so ein großer Fan wie Marvin bin. Marvin hat sich die drei Fragezeichen sogar auf den Arm tätowiert. Besonders auf langen Autofahrten und beim Einschlafen hörte ich die Folgen immer und immer wieder. Und wenn ich ehrlich bin, höre ich sie auch heute noch. Peter Shaw, den ich jetzt auch spielen darf, war für mich schon damals eine Identifikationsperson. Er gehörte zu meinen Kindheitshelden, was die Sache doppelt cool macht.“

Axel Schneider, der Intendant des Altonaer Theaters, hatte nach der Vorstellung nur lobende Worte für sein siebenköpfiges Ensemble und die Mitarbeiter hinter den Kulissen. Passend sagte er: „Eigentlich waren es heute vier Darsteller, die die ‚Drei ???‘ gespielt haben.“ Dafür gab es von den After-Show-Gästen einen Riesenapplaus – für alle Darsteller. Denn Johannes Kiesler hatte Vorstellung um 15.00 Uhr noch spielen können, bevor ihn ein Kreislaufzusammenbruch von der zweiten Vorstellung abhielt.

„Mit der Leistung heute auf der Bühne habt ihr einmal mehr bewiesen, was für ein tolles Team ihr seid.“ Besonders hob der Intendant noch die detektivische Leistung von Rebecca alias Magdalena Suckow hervor, die drei Fragezeichen als Assistentin von Pablo unterstützt hatte. „Das junge Ensemble wurde durch lange Wegbegleiter und Stammschauspieler des Hauses unterstützt, die in den verschiedensten Rollen heute Abend zu sehen waren. Danke an Ole Schloßhauer, Frank Roder und Dirk Hoener.“

Die Drei Fragezeichen

Der Intendant hatte extra eine Frauenrolle dazugeschrieben, da es sonst ein reines Männerstück gewesen wäre. Julian Button unterstützt als Zaubercoach. „Wir wissen, dass alles, was wir an den ‚Drei ???‘ haben, ein Kult ist. Und diesen auf die Bühne bringen zu dürfen, macht mich stolz. Denn es bedeutet Vertrauen von den Leuten, die dieses Juwel in den Händen halten. Wir sind das einzige Theater, das die Geschichten der Fragezeichen aufführen darf. Deshalb gilt mein besonderer Dank dem Kosmos-Verlag.“ Zum Ensemble sagte Axel Schneider abschließend: „Ich freue mich, dass ihr jetzt wochenlang im Haus seid und damit viele Menschen glücklich macht.“

Ob der Zauberer entführt wurde, oder was hinter seinem Verschwinden steckt, wollen wir Euch an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Finja ist glücklich und meint: „Die Hörspiele live im Theater zu sehen, ist megacool. Sonst stellt man sich Justus, Bob und Peter ja nur vor. Aber die drei Detektive hautnah zu erleben, ist der Hammer.

Das Kabinett des Zauberers bedeutet zwei Stunden voller Witz und Spannung. Besonders gefallen hat mir Peter Shaw. Er hat für die meisten Lacher gesorgt, obwohl er um 16.00 Uhr noch nicht einmal wusste, dass er für Johannes Kiesler einspringen wird. Ganz besonders spannend war das Ende. Aber das darf ich Euch leider nicht verraten – wie den Trick von einem Zauberer.“ Finja fügt noch hinzu: „Rebecca war auch klasse. Sie löst im Laufe der Vorstellung auf, wie ein Zauberer jemanden verschwinden lässt.“

Abschließend noch Finjas Bewertung: „Die ‚Drei ???‘ bekommen von mir 5 von 5 Sternen, die ich hier in Fragezeichen umbenennen möchte – also 5 von 5 ?????

  • 1. Fragezeichen für die tollen Schauspieler
  • 2. Fragezeichen für die klasse Story 
  • 3. Fragezeichen für den Witz und die Spannung
  • 4. Fragezeichen für Axel Schneider dafür, dass er die coole Rolle von Rebecca dazugeschrieben hat
  • 5. Fragezeichen natürlich für Peter Shaw alias Connor Krause, der spontan einsprang”

–> Infos und Termine: https://www.altonaer-theater.de/programm/die-drei-das-kabinett-des-zauberers/

Vier Fragezeichen

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