Nino de Angelo, ©Fracasso
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Überfällige Ansage, nicht Ausraster

Da ist das Jahr gerade mal ein paar Tage alt, und das ganze Land ist schon wieder in Diskussionslaune. Waren Indianer und Layla 2022 die Aufreger, sorgen dieses Jahr eine Birne und Nino de Angelo für Zündstoff.


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Wir gehören nicht zu den Portalen, die bei einigen Themen sofort auf den Zug mit aufspringen. Doch einige von Euch, liebe Leser, fragten bei uns nach, was Schlagerzeile über die Diskussion um Schlagerstar Nino de Angelo hält.

Nino de Angelo, ©Fracasso
Nino de Angelo, ©Fracasso

Hier ein paar Zeilen dazu:

In der Silvesternacht postete Nino de Angelo ein Video, in dem er seinen Followern erklärte, dass man eine Basis zum Trinken in der längsten Nacht des Jahres braucht. Im weißen T-Shirt und mit weißem Cap mit Italien aufgestickt fing Nino an, seine Basis zu vorzustellen. Er nahm eine Williams-Birne aus der Konserve in ein Cocktailglas, einen Schuss Wodka obendrauf und dazu einen Schluck von dem Williams-Christ-Birnensaft. Überrascht stellte Nino im Video fest, dass die Wodka-Flache schon gut geleert ist. “Damit habe ich dann eine gute Basis für den Rotwein heute Abend”, so Nino weiter.

Fast 400 Kommentare landen unter dem Post. Sie reichen von “Guten Rutsch” bis zu belehrenden Zeilen wie “Du hast zweimal Krebs besiegt und 2 Beipässe. Was glaubst du, wie lange dein Körper das noch mitmacht?”
Oder “Diese Postings sollten verboten werden! Hier gibt es auch Jugendliche. Soll er saufen, was er will, aber das auch noch zu posten, gehört verboten!”

Doch ein angeblich italienischer Follower setze dem Ganzen die Krone auf. Er schäme sich wegen Nino, Italiener zu sein.

Vor 5 Tagen, einige Fernsehkommentare und etliche Diskussionen weiter, meldet sich der “Jenseits von Eden”-Star erneut in den sozialen Netzwerken. “Zunächst mal ein Frohes Neues Jahr, liebe Freunde”, begrüßt Nino die Social-Media-Anhänger im ruhigen Ton. “Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht. Ich wünsche euch für 2023 nur das Beste, vor allem Gesundheit. Das ist das Wichtigste, das können wir uns nicht kaufen. Okidoki.”

Dann neigt sich Nino nach vorn zur Kamera und rechnet mit seinem Landsmann und den anderen Nörglern ab. “Ich habe ein paar ganz ganz dumme Kommentare nach meinem letzten Post gelesen. Als irgendein schwachköpfiger Italiener meinte, er schämt sich, ein Italiener zu sein. Dazu sage ich: Da kann ich ja nichts dafür, dass du Italiener bist, und dich schämst wegen mir!

Könnt ihr nicht alle vor eurer Scheiß eigenen Haustür kehren und mich mein Leben leben lassen? Und wenn ich einen Wodka-Shot an Silvester trinke und ein Glas Rotwein, dann ist das meine verfickte Sache und nicht eure. Eure dummen Kommentare gehen mir völlig auf den Sack! Wisst ihr das?!”, so Nino mit aufgeregter Stimme.

“Ihr kleinen Pissnelken! Ich flippe aus, wenn ich sowas lese. Lasst Menschen in Ruhe. Ihr könnt mich mal! So, jetzt habe ich mich abreagiert” fügt er noch ruhig hinzu. Einen Nachschlag gibt es dann noch: “So, alles, alles Liebe für die, die wirklich neutral sind und Menschen sein lassen, wie sie sind. Ich bin weder Alkoholiker, noch sonst irgendeine Scheiße, die ihr euch in eurer verkackten Birne ausmalt. Ich bin ich. Und ihr seid ihr. Ich kümmere mich auch nicht um den Scheiß, den ihr macht. Denkt mal darüber nach, ihr Schwachköpfe, die ihr so eine Kacke postet unter meinen Beiträgen.”

Wie es sich gehört, wird der Reel mit einem ruhigen “Ok, danke und tschüss” abgeschlossen.

Unser Meinung nach hat Nino damit endlich mal eine Lanze gebrochen, was sich nicht viele Künstler getraut hätten. Leider hat Nino Recht mit seinen Aussagen, dass sich immer mehr Menschen zu Kommentaren animiert fühlen, die sie sich im realen Leben nicht abzugeben trauen.

Viele sollten einfach mal begreifen, dass tatsächlich Akzeptanz in der heutigen Gesellschaft wieder großgeschrieben werden sollte. Und wenn ich die Posts von Nino de Angelo nicht mögen sollte, muss ich sie ja nicht lesen oder sie mir anschauen.

1983 sang sich Nino mit “Jenseits von Eden” in die Herzen der Deutschen. Vielleicht sollten viele Internethelden sich diesen Song mal wieder genauer anhören. Dann werden viele feststellen, dass wir uns immer weiter ´von Eden entfernen.

Denn dieser Ausraster, wie journalistische Kollegen es nennen, war längst überfällig. Diskutiert werden kann lediglich über die Wortwahl. Doch leider verstehen viele Mitbürger nur diese Sprache!

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