Roland Kaiser: Wenn Winnetou mit dem Fahrrad kommt

Der Kaiser über Weihnachtserinnerungen

Erinnert Ihr Euch noch an Weihnachten in Eurer Kindheit? Wie Ihr mit strahlenden Augen den geschmückten Baum anhimmeltet und es gar nicht erwarten konntet, die Geschenke zu öffnen? Roland Kaiser gewährte tiefe Einblicke in seiner Sendung “Weihnachtszeit” im MDR.


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Roland Kaiser füllt heute ganze Stadien innerhalb von Minuten. Unumstritten – im Alter von 70 Jahren hat der Kaiser den Höhepunkt seiner jahrzehntelangen Karriere noch nicht erreicht. Es scheint mit jedem Jahr, als würde der Kaiser noch ein wenig erfolgreicher.

MDR FERNSEHEN ROLAND KAISER – WEIHNACHTSZEIT, “Bild: MDR/Tom Schulze”

Doch Roland Kaiser stand nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens. Bereits als Baby wurde der kleine Ronald von seiner minderjährigen Mutter zur Adpotion freigegeben. Sein Glück fand Ronald bei seiner Pflegemutter, die den Kleinen liebte wir ihr eigenes Kind. Über ein ganz besonderes Weihnachtserlebnis mit seiner liebevollen Pflegemutter erinnert sich der Kaiser gern zurück:

“Jeder kennt die Weihnachtsgeschichte. Aber ich bin mir sicher, jeder hat seine eigene, sein eigenes Wunder. Mein Wunder geht so…”
Danach begann der Kaiser, eine weihnachtliche Geschichte aus seiner Kindheit vorzutragen, die zu Tränen rührte. “Dann hörte ich das Glöckchen” las er aus seinem Buch “Sonnenseite” vor.

“Das war Mutters Zeichen, dass ich ins Wohnzimmer kommen durfte. Es duftete nach Wachs und Tannennadeln, und meine Mutter, die Weihnachten liebte, stand neben dem Tannenbaum und hatte vor Freude ganz rote Wangen. Doch als ich die wenigen Päckchen unter dem Tannenbaum liegen sah, war ich etwas enttäuscht. ‘Freust du dich, Ronald?’ Meine Mutter strahlte, ich nickte. ‘Das darfst du jetzt auspacken.’ Ich löste das Geschenkpapier und fand einen Schlafanzug. ‘Danke’, sagte ich. ‘Ziehe ihn gleich mal über, damit ich weiß, ob er passt.’

Ich hielt den Pyjama vor meinen Matrosenanzug: ‘Sehr schön’. Meine Mutter reichte mir ein weiteres Päckchen – einen Karl-May-Band, den ich noch nicht hatte. Ich freute mich, und dann waren auch schon alle Päckchen geöffnet. Ich biss mir auf die Lippe und gab mir Mühe, meine Enttäuschung zu verbergen. Sie streckte die Hand aus. ‘Komm mal mit’.

Sie öffnete die Tür, und wir traten in den dunklen Flur. Und im nächsten Moment erstarrte ich. An der Wand lehnte ein rot-weißes Jungenfahrrad mit Dreigangschaltung, Weißwandreifen und einer großen grünen Schleife am Lenker. Ich war außer mir. Und meine Mutter strahlte wie zwei Weihnachtsbäume. Wie lang hatte sie gespart, um mir so ein Geschenk zu machen? Ein Fahrrad kostete 100 DM, ein Fünftel dessen, was sie im Monat verdiente.

Noch heute bin ich ihr dankbar. Ein Fahrrad, das war pure Freiheit. Endlich war auch ich mobil. Endlich gehörte auch ich wieder dazu.”

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