0 00 6 min 1 Jahr 397

Als Laudator nicht platziert für die Hitparade

Michelle wurde am Samstag mit dem Solidarfonds-Award 2022 ausgezeichnet (Schlagerzeile berichtete). Sie sprach in ihrer Danksagung an, dass es ihr eine Herzensangelegenheit ist, Menschen, denen es nicht so gut geht, zu helfen. Uwe Hübner, der als Laudator am Samstag eine eher fragwürdige Rede ablieferte, war so gar nicht der Schlager.


Keine Schlag(er)

zeile mehr verpassen:

Folgt uns bei Google News

https://news.google.com/publications/

CAAqBwgKMKKUzAsw0q_jAw

täglich informiert, was im Schlager so passiert…

Auf Michelles Insta-Account gewährte sie ihren Followern am Sonntag einen Einblick in ihr glamouröses Leben als Gast auf der 33. Gala zum Solidarfonds-Award.

Kleine Videosequenzen zeigen, wie die beliebte Schlagersängerin im langen, eleganten, schwarzen Abendkleid – ja so lieben sie eingefleischte Michelle-Fans – und ihr Manager und Fox-Geschäftspartner Markus Krampe am roten Teppich ankommen.

Cut! Das nächste Video beginnt. Michelle und Markus, der übrigens einen figurbetonten grauen Anzug trägt, mit schwarzem Hemd und Krawatte stehen am Geländer und schauen sich den festlich geschmückten Festsaal von oben an. In einem weiteren Video Laudator Uwe Hübner, das Video, das den ehemaligen Hitparaden-Moderator am Rednerpult zeigt.

“Michelle hat sich eingesetzt für viele soziale Bereiche, aber natürlich auch besonders für uns. Und wir sind stolz darauf, dass Du schon oft bei uns gewesen bist”, so Hübner. Cut, einfach Schluss. Dann setzt die Aufnahme wieder ein: “Meine Damen und Herren, in Anerkennung an herausragende soziale Verdienste verleiht die Solidarfonds-Stiftung NRW Michelle den Solidarfonds-Award 2022 in der Kategorie Musik.” Applaus, als Michelle elegant auf die Bühne schreitet.

Doch viele Fans fragen sich, warum die Rede nur zwei, drei Sätze enthält. Was hat Uwe Hübner dazwischen gesagt?

Dass Michelle dies auf ihrem Instagram-Account nicht zeigt, ist in Teilen verständlich. Denn Uwe hat ein wenig über die journalistischen Stränge geschlagen, wurde so mit schlüpfrigen Details zum Gesprächsthema.

Uwe tat das, was er am besten kann: In Erinnerungen schwelgen. Er erinnerte an Zeiten, in denen er als einer der Dieter Thomas Heck-Nachfolger in der ZDF-Hitparade das Mikrofon in der Hand hielt. Vor den Gala-Gästen plauderte er: “Wir alle hatten hinter den Kulissen das gute Gefühl, dass wir jemanden Neues präsentieren dürfen, der seinen Weg machen würde.” Recht hatte er.

“Dass es dann so ausgehen würde hätte keiner gedacht. Sie kam, sie sang, sie siegte auch sofort und hatte alle Herzen im Sturm erobert”, so Hübner über Michelles unvergessenen Auftritt 1993. Auch das noch eine tolle Laudatio. “Wir haben gemerkt: A Star is born. Ich bin sehr froh, dass ich einen Teil der damaligen Karriere mitprägen durfte. Ich durfte Dich mit auf Tournee nehmen und werde mich immer daran erinnern, wie du schon ganz jung abgefeiert wurdest.”

Ein Lobeslied, wie es sich gehört. Doch was war dann los? Nun brachte Hübner wenig passende Bemerkungen an den Start: “Ich weiß aber ganz genau, dass Du das Leben auch weiterhin genossen hast. Wenn nachts dann ganz leise Deine Tür aufging und Du auf Zehenspitzen in ein anderes Zimmer geschlichen bist und dort einen Mann gefunden hast. Es war so süß, denn: Am nächsten Morgen saß sie da wie ein Unschuldslämmchen. Und wir haben alle gelächelt.”

Was war denn das jetzt? Hatte Uwe vielleicht die falschen Zettel zur Hand genommen? Das klingt ja wie eine Klassenreise, und Rektor Hübner hat mal bei schlüpfrigen Eskapaden seiner Schützlinge ein Auge zugedrückt. Doch Uwe legt weiter los, erinnert sich am Rednerpult, wie die Liebe von Michelle und Matthias Reim ebenfalls auf einer Tournee entflammte. Es war in Bielefeld im Mövenpick-Hotel. “Wir haben uns ineinander verliebt”, gestanden Michelle und Matthias Uwe Hübner damals, “und nun hilf uns bitte, dass die Presse nichts davon erfährt.”

Unverständlich! Ebenso wie die Aussage, dass er ein Buch über seine Erlebnisse schreiben möchte, in dem Michelle sicher ein Kapitel bekommen wird.

Ein paar nette Worte dann doch noch, bevor Michelle endlich die Bühne betreten und ihren Preis entgegennehmen durfte:

“Sie ist wirklich privilegiert und hat es geschafft, zu einer ganz Großen im deutschen Schlager zu werden. Sie hat den Frauen, speziell den jüngeren, Mut gemacht, dass man nicht immer nur perfekt sein muss im Leben, dass man auch Ecken und Kanten haben darf und muss.”

Michelle nahm es als Profi mit 30 Jahren Bühnenerfahrung gelassen und brach kein Tabu.

“Uwe Hübner begleitet mich jetzt schon dreißig Jahre. Und trotzdem ist es immer wieder lustig, dass man Dinge erfährt, die man über sich selber nicht so genau wusste. Aber okay…!”

Michelle strahlt – das wars… noch nicht!

Das könnte interessant sein Powered by AdWol Online Werbung

Heino: Back to USA

Heino gibt am Muttertag Konzert in New Jersey Dieser Mann ist nicht zu stoppen. Im zarten Alter ...

Beatrice Egli: Alles in Balance – Leise

Beatrice Egli im Generic Interview Mit deinem Album „Balance“ hast du einen kompletten Neuan...

Roland Kaiser: “Du lieferst vielen den Soundtrack des Lebens“

Kaiser seit 50 Jahren auf der Bühne Ehre, wem Ehre gebührt. 180 Minuten ging die Jubiläumssho...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert