Historie, Timetable, Trucks und Künstler beim Schlagermove

Teil 1: Wie alles begann
Der Schlagerkonvoi rollt morgen wieder durch Hamburg, und die Hansestadt wird zum 26. Schlagermove zur Schlagerhochburg im Norden. Schlagerzeile® ist natürlich an beiden Tagen live vor Ort und hat schon mal einiges Wissenswertes für Euch zusammengetragen. Lest also, wie fünf Schlümpfe, sieben Fässer Wein und eine wahnwitzige Idee den Schlagermove zum Rollen brachten.
Es waren einmal fünf Schlümpfe, deren Vorliebe es war, Musik zu hören. Besonders der Schlager hatte es den Freunden dabei angetan. Gute-Laune-Songs über „Die Biene Maja“, „Ein Bett im Kornfeld“, „Santa Maria“ und „Anita“ erhellten die frohen Gemüter. Immer montags trafen sich die Fünf in der ehemaligen Astoria Dance Hall in der Simon-von-Utrecht-Straße in Hamburg zur legendären „Bad Taste Party“. Damit sollte genau dieser historische Ort zur Geburtsstätte des Schlagermove werden.
Beherrschte in den wilden 1990ern noch die Technoszene mit ihrer Loveparade in Berlin die Musiklandschaft, hatten die Freunde eine tollkühne Idee. „Was Berlin kann, können wir schon lange“, wurde bei symbolischen sieben Fässern Wein gewitzelt. Warum nicht das deutsche Liedgut in Form eines Schlagermove auf die Straße bringen? Die Grundidee: Ein Truck mit fünf Freunden und jeder Menge guter Musik sollte auf Hamburgs Straßen für Stimmung sorgen.
Diese Idee fanden anscheinend noch mehr Schlagerfans „Wahnsinn“ – eine „Fiesta Mexicana“ in der Hansestadt und nicht auf Hawaii, denn dort gibt es bekanntlich ja kein Bier. So waren zum Schlagermove-Debüt nach nur zehn Wochen Vorbereitungszeit bereits 14 Trucks am Start. Sie wurden auf dem Fischmarkt geschmückt und rollten anschließend am Spielbudenplatz im Herzen von Hamburg los.

Zahlreiche Menschen bevölkerten die Straßen rund um die Trucks, verkleidet mit Schlaghosen, großen Sonnenbrillen, Federboas und Sonnenblumen. Die Gründer vermuteten eine parallele Demonstration als Grund für diesen Andrang. Doch schnell mussten die Freunde feststellen, dass 50.000 Menschen nur gekommen waren, um die Geburtsstunde des Schlagermove zu zelebrieren. Diese Geburtsstunde verbrachte Frank Klingner, der Mann, den man als Vadder Abraham des Moves bezeichnen darf, das erste und letzte Mal auf einem Truck. Heute wie damals kam und kommt ein Großteil des Publikums aus der schwulen und lesbischen Community, die den Move besonders bunt macht.
Das Debüt war ein voller Erfolg. Der zweite Schlagermove versetzte dann mit Schlagerlegenden vor Ort bereits 200.000 Fans in Partystimmung. Frank Klingner konnte nicht mehr mitfeiern und kümmerte sich mit seinem Organisations-Team um die Veranstaltung unter dem Motto „Ein bisschen Spaß muss sein“. Seit 1999 gibt es zum Schlagermove die After-Show-Party. Die Besucherzahlen stiegen kontinuierlich. Die Polizei bat 2001 darum, die Trucks vom Heiligengeistfeld aus starten zu lassen. So war es nach dem Umzug schneller möglich, die Menschenmassen wieder von den Straßen zu bekommen. Da auch immer mehr Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ausland anreisten, wurde auch der Warm-Up-Freitag ins Leben gerufen. So stand das gesamte Wochenende im Zeichen des Schlagers. 2001 war auch das Gründungsjahr der „Hossa Hossa“-Veranstaltungsgesellschaft mbH.
Seit 2007 ist der Schlagermove ganzjährig mit seinen zahlreichen Konzepten unterwegs. Dazu gehören Veranstaltungen wie die „Schlagermove-Bootsparty“, „Schlagermove TRAMParty und die Schlagermove-Scha-la-la-lager-Party sowie die Schlagermove-Partyreisen und das grandiose Turnier Schlagermove „Golf & Friends“ (–> https://schlagerzeile.de/story/handicap-gute-laune-und-schlager/). Beim Golfen ist Schlagerzeile® für Euch jedes Jahr für ein Loch verantwortlich und checkt mit Schlagerfragen, Kurzen und einer gehörigen Portion Schlager Euer Handicap.
Die „Schlagermove on Tour“-Partys finden jedes Jahr in vielen Teilen der Republik statt. Weitere Standorte sind in Vorbereitung. So ist der Schlagermove auch nach 26 Jahren noch einmalig. Er steht nach wie vor für Offenheit, Liebe und Toleranz und zieht alljährlich bis zu 500.000 Besucher nach Hamburg.
