50 Jahre Roland Kaiser

Roland Kaiser: “Du lieferst vielen den Soundtrack des Lebens“

Kaiser seit 50 Jahren auf der Bühne

Ehre, wem Ehre gebührt. 180 Minuten ging die Jubiläumsshow „Giovanni Zarrella präsentiert: 50 Jahre Roland Kaiser“. Die Sendung verging wie im Flug, und man hatte das Gefühl, Roland Kaiser hat nur Hits am laufenden Band produziert.


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Der Kaiser trägt den Titel zu Recht. Roland Kaiser ist lebende Musikgeschichte. Und schon die Eröffnung der großen Jubiläumsshow machte eines sofort klar: Giovanni Zarrella hat mit seiner Samstagabendshow wieder einmal Fernsehgeschichte geschrieben.

Giovanni Zarrella (r.) feiert das Schlagerjubiläum des Jahres: 50 Jahre Roland Kaiser (l.).

Gewohnt charmant und fast unauffällig verstand es Giovanni Zarrella, professionell durch den großen Abend zu führen, zu tanzen und dabei auch noch zu singen. Der beliebte Entertainer schaffte es, Roland Kaiser die Bühne zu gewähren, die er verdient hat. Nach der grandiosen Eröffnung gab es minutenlangen Applaus.

„Wenn man auf die Bühne kommt und die Säle sind bis zum Dach gefüllt, da hat man doch in den letzten 50 Jahren viel richtig gemacht?!“, stellte Giovanni Zarrella fest. „Ich bin dankbar für die 50 Jahre, eher dankbar als stolz. Denn das liegt nicht in meiner Macht, das haben die Menschen entschieden“, antwortete Roland Kaiser, der den Abend passend im eleganten Smoking und mit Fliege genoss.

Giovanni stellte weiterhin fest: „Während deiner gesamten Karriere warst du 1.204 Wochen in den Charts. Der zweite Wohnsitz von Roland Kaiser sind also die Charts, kann man da schon sagen…“ „Das ist aber schon übertrieben, aber es ist wirklich eine lange Zeit“, gibt der Jubilar bescheiden zu.

Vor allem Beständigkeit gehörte in den letzten fünf Dekaden zu den Tugenden des Kaisers. Seit seiner ersten Single ist er immer noch beim Hansa-Platten-Studio in Berlin. Seinen ersten großen Fernsehauftritt hatte Roland im Alter von 23 Jahren in Ilja Richters „Disco“ mit seinem Song „Dein Gesicht“. Ehrgeizig verfolgte er seine Gesangsziele trotz seiner wenig rosigen Kindheit. Seine Mutter hatte ihn als Säugling weggegeben und Roland Keiler, so der bürgerliche Name, wuchs bei einer Pflegemutter im Berliner Arbeiterviertel Wedding auf. Zwar in einfachen Verhältnissen, aber seine Pflegemutter brachte ihm in seiner neuen großen Familie dafür viel Liebe entgegen.

Roland Kaiser wollte erfolgreich sein und lernte Automobilfachmann. Doch dann nahm sein Leben eine unverhoffte Abbiegung. „Frei, das heißt allein“ war sein erster kleiner Erfolg 1976. Das reichte dem jungen Sänger allerdings nicht. Er begann, an seinen Songs selbst mitzuschreiben. Darüber hinaus versuchte er sich auch allein als Songwriter. Produzent Thomas Meißel war von seinem Schützling gleich überzeugt und schenkte ihm daher viel Zeit und Vertrauen. Und das zahlte sich aus. Der sehnsuchtsvolle Song „Santa Maria“ schaffte es 1980 auf Platz 1.

Von da an ist der Kaiser in aller Munde. Und das sollte sich bis heute auch nicht mehr ändern. Auf den ersten Nummer-1-Hit folgte „Lieb mich ein letztes Mal“, welches der zweiterfolgreichste Kaiser-Song in den Charts werden sollte. Der junge Roland wird Teil der ZDF-Hitparaden-Familie. Kollegen wie Ireen Sheer, Nino de Angelo, Thomas Anders und Mary Roos werden zu wahren Freunden.

Roland Kaiser (l.) freut sich über den Besuch von Thomas Anders (M.) und Mary Roos (r.).

1978 lernt Roland Kaiser bei einer gemeinsamen Tour Mary Roos kennen. „Seitdem verbindet mich mit Mary eine tiefe Freundschaft“, berichtet der 71-Jährige. „An Mary habe ich immer Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Musikalität geschätzt.“ Dann fügt er hinzu: „Mary hat mir am Anfang als Greenhorn unheimlich geholfen, aber manchmal auch den Kopf gewaschen.“ Nickend stimmt Mary Roos ihm zu. „Das stimmt, Roland war nicht immer nur nett.“ Dann ergänzt sie: „Als wir uns nach Jahren am Flughafen trafen, habe ich ihn damals gefragt ob er immer noch so ein A… ist.“ Aber der Kaiser hatte sich geändert. Und beide lagen sich in den Armen.



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„Freunde müssen sich aber auch mal Dinge sagen, die nicht so schön sind“, findet Mary Roos. Nach einem Einspieler, der auch Rolands Lungentransplantation anspricht, laufen ihr Tränen über‘s Gesicht. Betroffen berichtet Mary. „Ich erinnere mich, dass du mich damals zwei Tage vor der OP angerufen hast. Ich habe gebetet und mit Gott einen Pakt geschlossen, gebetet, dass du wieder gesund wirst.“ Spontan zieht sie einen Schlüssel aus der Tasche und fragt ihren Freund: „Erinnerst du dich an diesen Schlüssel?“ Roland nickt und erzählt: „Ich habe damals mit ihrem Ex-Mann gepokert. Er riskierte wirklich alles, was nur ging – sein Auto, ihr Haus…“ Mary fällt ihm ins Wort: „Mein Haus!“, betont sie noch einmal. Giovanni ist entsetzt. „Er nahm tatsächlich seinen Haustürschlüssel, schmiss ihn in die Tischmitte und sagte: ‚Ich riskiere das Haus.‘“

„Ich hätte jetzt kein Haus mehr“, gesteht Mary erleichtert. Gentleman Roland ergänzt: „Ich hätte es dir niemals weggenommen, auch wenn ich gewonnen hätte!“ „Hast du nicht gewonnen?“ fragt Hausbesitzerin Mary. „Doch“, antwortet das erfolgreiche Pokerface.

Der Kaiser ist eben Kult, seine Konzerte innerhalb von Minuten ausverkauft, besonders die Kaisermania in Dresden ist legendär. Das Konzert in Dresden kann man fast als Woodstock des Schlagers bezeichnen. Generationsübergreifend wird dort das Schlageridol schlechthin gefeiert. –> 5 Millionen in Minuten

Kim Fischer im Duett mit Roland Kaiser.

Dabei ist Roland Kaiser ein Frauenschwarm. Er wird auf bei seinen Auftritten mit Blumen überhäuft. Er liebt den Kontakt zu seinen Fans und reist ständig durch die Republik. Dabei sind seine Songs wie Urlaub für die Seele, lassen die Alltagssorgen vergessen. Vor allem, wenn Roland sich in seiner zweiten Heimat Dresden aufhält, lässt er es sich nicht nehmen, durch die Stadt zu bummeln und in einem der zahlreichen Cafés zu verweilen. Der Kaiser schafft es wie kein anderer, Nähe zu geben und gleichzeitig Distanz zu wahren. Bevor es auf die Bühne eines seiner Konzerte geht, hat seine Frau auch jedes noch so kleinste Detail im Blick. Sie schaut, ob der maßgeschneiderte Anzug so sitzt, wie er sollte, das Einstecktuch nicht schräg und auch die Krawatte ordentlich hängt.

Seine Songs mit Seele bringen Menschen zusammen, seine Hits begleiten uns seit Jahrzehnten und sind zeitlos. Das bringt den Fans auch in schwierigen Zeiten Sicherheit. Insgesamt schauten 4,4 Millionen Zuschauer das kaiserliche Jubiläum. Damit hat Giovanni zusammen mit Roland Kaiser wieder einen TV-Meilenstein gesetzt. Auch, wenn einige Gäste etwas fehl am Platz wirkten und man das Gefühl hatte, bei diesem Line-Up kommt als nächstes Flori um die Ecke und löst Giovanni als Moderator ab. Allerdings hätten wir uns mehr wahre Weggefährten gewünscht. Oder vielleicht eine Saskia Leppin und Daniel Sommer, die beim kaiserlichen Management untergekommen sind…

Maite Kelly und Roland Kaiser präsentieren ihren Megahit “Warum hast Du nicht nein gesagt”.

Ein besonderes Highlight war für Papa Roland sicher eine Filmbotschaft von seinen Kindern, die sich alle zusammen in der Öffentlichkeit zeigten, um die Verbundenheit mit ihrem Vater zu bekunden. Sichtlich gerührt verfolgt Roland den Einspieler.

Songs:

  • 1. Roland Kaiser: „Es ist alles ok“
  • 2. Giovanni Zarrella: „Santa Maria“
  • 3. Roland Kaiser: „Kurios“
  • 4. Kaiser und Giovanni Zarrella: „Ich glaub es geht schon wieder los“
  • 5. Kerstin Ott: „Joana“
  • 6. Kaiser und Melissa Naschenweng: „Manchmal möchte ich schon mit dir“
  • 7. Kaiser und Semino Rossi im Duett: „Südlich von dir“
  • 8. Beatrice Egli: „Ich glaub es geht schon wieder los“
  • 9. Roland Kaiser: „Im 5. Element“, „Sag ihm, dass ich dich liebe“ (mit Giovanni)
  • 10. Kaiser und Bülent Ceylan: „Santa Maria“
  • 11. Roland Kaiser: „Weil du es bist“
  • 12. Kaiser und Kim Fischer: „Summerwine“
  • 13. Roland Kaiser: „Über sieben Brücken“
  • 14. Oli P: „Lieb mich ein letztes Mal“
  • Dazu Oli: „In dem Song steckt für mich so viel Liebe. Kaiser-Songs sind einfach zeitlos, und die Sprache ist immer noch aktuell.“
  • 15. Roland Kaiser und Nino de Angelo: „Brich mir das Herz“
  • 16. Roland Kaiser und Thomas Anders: „Dich zu lieben“
  • „Das ist einer der Titel, den man selber gern gesungen hätte“, so Thomas Anders. Mary Roos liebt den Song auch: „Der geht einem nicht mehr aus der Birne.“
  • 17. Roland Kaiser mit Titeln, die für ihn wichtig waren im Medley: „In the Ghetto“, „Über den Wolken“, „Mit 66 Jahren“, „She‘s a Lady“ (mit Nino de Angelo)
  • 18. Maite Kelly: „Ich steh‘ dazu“
  • 19. Roland Kaiser und Giovanni Zarrella: „Extreme (deutsch/italienisch)“
  • 20. Offenburg Allstars: „Die Gefühle sind frei“
  • 21. Thomas Anders: „Cheri Cheri Lady“
  • 22. Roland Kaiser mit Kerstin Ott: „Zuversicht“
  • 23. Giovanni Zarrella und Nino de Angelo: „Tornero“
  • 24. Kerstin Ott – Medley: „Die immer lacht“, „Wegen dir“, „Ich muss dir was sagen“, „Regenbogenfarben“
  • 25. Roland Kaiser: „Liebe kann uns retten“
  • 26. Semino Rossi – Medley: „Was bitte was“, „Vamos, amore mio, vamos“, „Wir sind im Herzen jung“
  • 27. Roland Kaiser: „Lebenslänglich Du“
  • 28. Roland Kaiser – Medley: „Schachmatt“, „Das Beste am Leben“, „Alles was du willst“, „Gegen die Liebe kommt man nicht an“, „Joana“, „Dich zu lieben“
  • 29. Albert Hammond und Roland Kaiser: „It never rains in California“, „Nothing’s gonna stop us now“
  • 30. Roland Kaiser und Gregor Meyle: „Bis zum letzten Atemzug“
  • 31. Roland Kaiser und Maite Kelly: „Warum hast du nicht nein gesagt“
50 Jahre Roland Kaiser

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