Fantasy Interview

Fantasy: Die Lieder schreibt das Leben

Fantasy im exklusiven Schlagerzeile®-Interview

Stellt Euch doch einmal gegenseitig vor. Wer sind Fantasy?


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„Fantasy, das sind Fredi Malinowski und Martin Hein“, antwortet Martin. „Der Fredi ist der nette dunkelhaarige Mann neben mir.“ Dann legt Fredi mit Moderatorenstimme los. „Erstmal vielen Dank, Herr Kollege. Der hübsche dunkelhaarige Kollege mit Dreitagebart neben mir ist der Martin.“

Als Schlagerzeile® gemeinsam mit dem Freien Radio Neumünster Fantasy zum Exklusiv-Interview vor ihrem Konzert am Valentinstag in der Lübecker MUK trifft, ist schnell klar: Bei Fantasy handelt es sich um Schlagerstars ohne Starallüren. Auch, wenn das Duo später als geplant in Lübeck ankam, nahmen sich die Beiden für uns, wie verabredet, Zeit.

Wie habt Ihr Euch kennengelernt?

Mit viel Humor beginnt Martin, aus dem Nähkästchen zu plaudern. „Es fing mit einer Kontaktanzeige im Playboy an“, witzelt er. Fredi fällt seinem Musikkollegen lachend ins Wort, und man merkt, sie kennen sich nach 27 gemeinsamen Bühnenjahren in- und auswendig. Sie sind ein eingespieltes Duo, was sie in Verbindung mit dem Namen Fantasy allerdings nicht so gerne hören.

„Bitte nennt uns nicht Duo Fantasy“, so Fredi, „sonst suchen uns die Schlagerfans im CD-Regal unter ‚D‘. Dort sind wir aber nicht zu finden“, erklärt er. „Nee, mal Spaß beiseite. Wir haben uns vor einer gefühlten Ewigkeit im selben Studio kennen- und lieben gelernt. Wir hatten häufig als Solokünstler nacheinander bei den selben Veranstaltungen Auftritte. So entstand irgendwann die Idee, dass wir auch gleich zusammen auf der Bühne stehen können.“

Diese Liebe scheint ja nach 27 Jahren immer noch zu bestehen?!

„Das stimmt“, fügt Martin hinzu. „Wenn man überlegt, dass wir schon Silberhochzeit gefeiert haben. Am Anfang war es Liebe, und jetzt, nach so vielen Jahren“, stöhnt er schmunzelnd, „will man sich auch nicht mehr trennen.“

Was macht Fantasy Eurer Meinung nach so erfolgreich?

„Das ist eigentlich eine Frage, die man unseren Fans stellen müsste“, fängt Martin an. „Wir machen eigentlich nur Musik aus dem Herzen. Wir schreiben sehr viele unserer Songs selbst, größtenteils der Fredi. Unsere Titel spiegeln das wider, was uns auch bewegt und was wir fühlen. Und wenn die Fans das auch noch annehmen und es ihnen so gut gefällt, ist der Weg zum Erfolg schon etwas gegeben. Wobei etwas mehr natürlich doch noch dazugehört.“

Fredi ergänzt mit der gewohnten Portion Humor: „Ich glaube, dass es nicht nur die Musik ist. Es ist noch viel mehr. Ich glaube, wir sind einfach total sympathisch und authentisch.“ Und die Fans liegen dem Duo sehr am Herzen. „Und ich glaube, dass unsere Fans das im Laufe der Jahre gemerkt haben, die uns fast schon freundschaftlich begleiten, dass wir nicht nach den Konzerten einfach von der Bühne verschwinden, sondern häufig mal mit ihnen einen kleinen Absacker zu uns nehmen.“

Fans werden bei Fantasy also groß geschrieben?!

„Wenn man überlegt, dass unsere Darlings …“, beginnt Martin. „Darlings“ nennen Fantasy ihre Fans, angelehnt an einen ihrer beliebtesten Hits (Anmerkung der Redaktion). “… so viele und auch teilweise lange Fahrten auf sich nehmen, in Hotels übernachten und sogar teilweise Urlaubstage für uns nehmen, ist das schon ein riesengroßes Geschenk uns gegenüber. Wenn unsere Darlings das nicht machen würden, stünden wir vor leeren Hallen. Dafür sind wir sehr dankbar! Und von dieser Dankbarkeit versuchen wir auch etwas zurückzugeben.“

Martin, wo Du gerade von „Darlings“ sprichst. „Darling“ ist ein Song, der Euch schon seit zehn Jahren begleitet. Auf Eurem vorletzten Album „Mitten im Feuer“ ist „Darling, ja immer noch (Darling Teil 2)“ zu finden, auf Eurem neuen Nummer-1-Longplayer ist „My Love – Darling Teil 3“. Was bedeutet dieser Song für Euch?

„Als ich damals die Nummer geschrieben habe“, erklärt Fredi, „habe ich nicht gedacht, dass diese Nummer so ein Riesen-Tourerfolg werden würde. Unsere Darlings rufen immer nach dem Song. ‚Darling‘ liegt mir persönlich ganz doll am Herzen, da ich den Song für meine Mutter geschrieben habe. Damit gehört er natürlich zu meinen liebsten Titeln, die wir je aufgenommen haben.

Einen Song für seine Mutter zu schreiben, der im wahrsten Sinne des Wortes so explodiert und bei dem sich jeder angesprochen fühlt, ist natürlich der Wahnsinn, weil wir genau das erreichen wollten. Der Titel ist für alle Frauen, die solo bzw. single sind, ein musikalisches Kompliment. Die Antwort auf die Frage, warum der Song fortgesetzt wurde, ist daher einfach: Weil er so erfolgreich ist.“

Fredi, wo hast Du „Darling“ geschrieben?

„Ich war gerade in Kroatien. Der Song ist ja meiner Mutter gewidmet. Sie ist 74 Jahre alt, sieht aber noch immer attraktiv aus. Trotzdem ist sie seit Jahrzehnten überzeugter Single. Ich dachte mir, dass es doch auch für sie schön sein muss, mal wieder jemanden kennenzulernen. Bei einer Partnerschaft geht es ja auch darum, dass einem jemand mal Komplimente macht. Also fragte ich mich, wer eigentlich meiner Mutter die Komplimente macht, die sie verdient hat. Mit ‚Darling‘ wollte ich ihr deswegen ein Kompliment und eine Freude machen.“

„Darling“ hast Du vor über zehn Jahren selbst geschrieben. Bei „Darling, ja immer noch“ hast Du Martin mit ins Boot geholt. Bei „My Love“ (Teil 3) wart Ihr schon zu viert. Warum?

„Erstmal sind wir sehr großzügig“, beginnt Fredi sofort wieder zu scherzen. „Zweitens habe ich mir gedacht, dass wir das Thema aufleben lassen, aber nicht wiederholen wollen. Wir wollten die Geschichte nochmal anders erzählt haben. Deshalb holten wir uns mit Alexander Scholz und Oliver Nova weitere Autoren ins Boot, um dieses Lied nochmal interessant zu machen. Meiner Meinung nach war das auch nötig. Denn beim dritten Teil eines Songs zu schaffen, dass er nicht gleich klingt, ist nicht leicht. Deshalb brauchten wir die Verstärkung. Ich persönlich finde alle drei Teile von ‚Darling‘ anders und super. Alle Teile sind meine Lieblingslieder.“

Martin fügt hinzu: „Es ist tatsächlich so. Mittlerweile sind wir mit ‚Darling‘ auch moderner geworden. Wir sind in den sozialen Netzwerken von Facebook bis TikTok angekommen. Deshalb sage ich immer: Wenn man uns sucht: (1) Facebook

Eine letzte Frage noch zum Song „Darling“. Wird es noch einen vierten Teil geben, oder bleibt es bei einer Trilogie?

„Es könnte sein“, witzelt Martin. „Wir haben bereits bis Teil 9 geschrieben.“ Fredi fügt seriös hinzu: „Nein, mal ehrlich. Geplant sind weitere Teile nicht. Wenn wir am nächsten Album arbeiten, kann es aber vielleicht passieren, dass ein vierter Teil entsteht. Obwohl ich eigentlich der Meinung bin, dass eine Trilogie reicht. Es soll ja nicht ins Endlose fortgesetzt werden. Wenn aber ein Song beim Schreiben entsteht, der zu der ‚Darling‘-Reihe passt, dann wird es einen weiteren Teil geben.“

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Texte?

Fredi: „Leiden“, spaßt er. „Auch ich werde immer älter. Mit der Zeit lernt und sieht man sehr viel. Ich hatte genau wie Martin keine rosige Kindheit. Wie haben beide sehr viele Sachen erlebt. Wir haben bei unseren Eltern Trennungen erlebt, und wenn sie dann wieder jemanden Neues kennengelernt haben. Dieses Mischen von traurigen und schönen Momenten inspiriert zu neuen Songtexten. Hinzu kommen die eigenen Erfahrungen, wo auch nicht immer alles rosig läuft und man manchmal alles hinschmeißen möchte.

Auch unsere Fans tragen jede Menge Ideen an uns heran, indem sie uns ihre Geschichten erzählen. Das sagen wir ihnen dann auch: ‚Deine Geschichte klingt wie ein Lied. Es kann sein, dass wir dazu mal einen Song schreiben.‘ Die Lieder von Fantasy schreibt eben das Leben.“

Sitzt man Fantasy gegenüber, merkt man, dass Fredi und Martin lieben, was sie tun, und dabei jede Menge Spaß haben. Die Beiden bilden eine Einheit und verstehen sich wie ein altes Ehepaar, auch ohne Worte und ohne sich dabei selbst zu wichtig zu nehmen.

Auf Eurer Tour habt Ihr beide einen Eurer Darlings dabei. Du, Martin, Deine Frau Mela Rose und Fredi seinen Sohn Sandro.

„Das stimmt“, strahlt Martin. „Wir sind im Moment eine kleine Familie auf Reisen.“ Wer denkt, Martin beendet diese Antwort ohne einen Scherz, irrt gewaltig. Schmunzelnd fügt er hinzu: „Wir wollen natürlich viel erfolgreicher werden als die Familie Reim!“

Fredi ergänzt: „Es war quasi schon immer so, dass wir auf den Touren jemanden dabei hatten. Früher war es Martins Frau Tanja Lasch, und heute ist es Ehefrau Mela Rose. Sandro hat mit uns schon in Aspach erste Konzerte gegeben. Durch Corona wurde dann bekanntlich alles etwas schwieriger. Diese Zeit hat aber auch viele andere Künstler, die einen Partner oder Kind haben, auf die Idee gebracht, die könnten doch auch mal singen.

Und warum soll man das nicht machen? Es ist doch der normalste Weg, wenn man zum Beispiel einen Vater hat, der Sänger ist, dass der sein Kind dabei unterstützt, etwas Bühnenerfahrung zu sammeln. Wir hatten ja damals auch Andrea Berg, die uns ihre Bühne gegeben hat. Dafür sind wir Andrea heute noch sehr dankbar, dass sie uns die Möglichkeit gab, mit unserer Musik so ein großes Publikum zu erreichen.“

Wie gefällt Euch das Familienleben auf Tour?

Martin beginnt, und Ihr ahnt, in welche Richtung es geht. „Wir sind die ältere Generation. Wenn wir nach unseren Auftritten wieder in die Garderobe kommen, sind Mela und Sandro live auf TikTok. Es läuft laute Musik, und wir denken, es läuft eine Riesenparty. Das ist nichts für uns, aber wir winken schon mal dynamisch rein.“

Spielt bei Euch zuhause Musik auch eine große Rolle, oder sagt Ihr zu Mela oder Sandro, dass auch mal Freizeit ist?

Fredi: „Wenn ich mal mit Sandro zusammensitze, was nicht jeden Tag vorkommt, denn jeder hat ja auch sein eigenes Leben, wird anfangs nicht über die Musik gesprochen. Im Laufe des Abends greifen wir dann aber doch immer wieder dieses Thema auf. Sandro fragt mich dann nach Tipps oder möchte von mir auch mal Kritik hören. Um es mal deutlich zu sagen: Es ist ja nicht so, dass je älter er wird, ich umso mehr meine Klappe halte. Nein, je älter er wird, desto mehr mache ich meine Klappe auf.“

Martin: „Wir haben ein recht normales Privatleben. Wir stehen nicht morgens mit Musik auf und gehen abends mit ihr ins Bett. Klar ist Musik unser beider Leben und begleitet uns 24 Stunden. Es ist aber nicht so, dass wir den ganzen Tag nur dieses eine Thema haben. Wir stimmen uns natürlich ab, wenn eine Buchungsanfrage kommt, wer dann auf den Hund aufpasst usw., eben ganz alltägliche Dinge.“

Auf Eurem aktuellen Nummer-1-Album „Phönix aus der Asche“ singt Ihr mit Euren Liebsten jeweils ein Duett. Was war das für ein Gefühl, mit einem Familienmitglied ein Duett aufzunehmen?

Martin fängt an. „Für mich war es was ganz Besonderes. Jedes Mal, wenn ich mit jemand anderem als Fredi ein Video drehe oder im Studio stehe, ist es sehr ungewohnt. Vor allem beim Video mit meiner Frau habe ich mich zuerst unwohl gefühlt. Das liegt daran, dass Fredi und ich schon so eingespielt sind. Teilweise denke ich schon gar nicht mehr darüber nach, und wir breiten fast gleichzeitig die Arme aus beim Singen. Eine Liebesszene im Video zu spielen mit einer anderen Person, obwohl es meine Frau ist, war für mich ehrlich gesagt eine kleine Überwindung. Ich wusste teilweise nicht, wie ich mich verhalten soll, wusste nicht, ob ich sie gerade umarmen sollte oder nicht.“ Wie sich Martin geschlagen hat, könnt ihr im Video zum Song “… “Gold und Silber” sehen.

„Für mich war der Moment, mit Sandro ein Duett aufzunehmen, sehr emotional. Ich hatte eigentlich gesagt, dass ich nie ein Duett mit ihm aufnehmen würde, da er seinen Weg selber gehen sollte. Trotzdem haben wir uns hingesetzt und zusammen den Song ‚Vater und Sohn‘ geschrieben. Dabei haben wir gar nicht darüber nachgedacht, für wen das Lied sein sollte. Es entstand einfach. Da kam die Idee, wenn der Song schon ‚Vater und Sohn‘ heißt und unsere Gefühle auch schon drinstecken, warum singen wir ihn dann nicht selbst.

Jedes Mal, wenn wir ‚Vater und Sohn‘ auf der Bühne singen, bin ich zu Tränen gerührt. Selbst beim Videodreh mussten wir ab und zu pausieren, weil einfach Tränen flossen. Dem Sohn in die Augen zu schauen und ihn musikalisch mit Lob zu überschütten, das tut natürlich gut und löst echte Emotionen aus. Schließlich sind wir uns ja nicht fremd, sondern sind Menschen, die zusammen gehören und sich lieb haben.“

Ihr habt Euch in letzter Zeit musikalisch wie stylisch etwas gewandelt. Von der Garderobe geht Ihr wieder etwas „back to the roots“. Wie seht Ihr selbst die Entwicklung von Fantasy?

„Ehrlich? Wir haben im Moment einfach zu wenig Zeit, sind gefühlt nur noch im Studio oder auf Tourneen oder bei Videodrehs. Wir haben im Moment nicht die Zeit, gemeinsam in die Stadt zu gehen und zu bummeln, um ein paar neue Outfits zusammenzufinden. Das, was wir zur Zeit tragen, ist tatsächlich etwas praktischer, und wir müssen nicht lange überlegen. Was aber nicht heißt, dass unsere Outfits nicht wieder etwas peppiger werden könnten.“

Wenn Zeit ist, gehen Martin und Fredi tatsächlich gemeinsam auf die Suche nach Bühnenoutfits. „Manchmal ist es auch so, dass Martin gerade am Shoppen ist und etwas entdeckt. Er schickt mir dann per WhatsApp ein Bild und fragt, ob es mir gefällt oder ich Kombinationsideen habe. Leider hatten wir in den letzten zwei Jahren viel zu wenig Zeit, gemeinsam einzukaufen. Und während der Pandemie hatten wir keinen Bock, Shoppen zu gehen.“

Eure Albentitel sind, seit Ihr bei TELAMO seid, dramatischer und tragender geworden. Woran liegt das?

„Das vorherige Album hieß ja ‚Mitten im Feuer‘. Den Namen haben wir nicht ohne Grund gewählt“, erklärt Fredi. „Es gab ja eine Zeit, in der wir uns getrennt haben von unserem Manager und unserer Plattenfirma. In dieser Zeit, wo wir uns umorientierten, hatten wir das Gefühl, irgendwie von allen Seiten beschossen zu werden. Es hieß: ‚Nun ist Fantasy durch.‘ Man sagte uns voraus, dass wir durch die ganzen Veränderungen nie wieder Platz 1 erreichen würden. Aus diesem Grund nannten wir das Album ‚Mitten im Feuer‘, weil wir uns in dem Moment so gefühlt haben.

‚Mitten im Feuer‘ ging gegen alle Prognosen auf Platz 1. Danach folgte das Album ‚Fantasy – Das Beste‘, das auch auf der 1 landete. Und dann erschien ‚Phönix aus der Asche‘, auch eine Nummer 1. Auf den Albumnamen kamen wir deshalb, weil wir erst ‚Mitten im Feuer‘ standen und daher erstmal verbrannt sind. Und nun steht Fantasy symbolisch gemeint wie ‚Phönix aus der Asche‘ wieder auf.“

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