Jürgen Drews: Abschied von einer Legende

Teil 4 – Die Geschichte der Hits

Heute ist der “Große Schlagerabschied” von Jürgen Drews bei Florian Silbereisen. Deshalb widmen wir einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler aller Zeiten den kompletten Tag.


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Im vierten Teil erfahrt Ihr, welche spannenden Geschichten hinter Jürgens großen Hits stehen. Darüber plauderte er in “Des Königs neuer Podcast” mit Felix Moese.

Barfuß durch den Sommer (1977):

“Die Zeile fiel mir irgendwann ein. Ich weiß noch, dass ich auf einem normalen Autobahnparkplatz rausfuhr. Es war Hochsommer, und ich wollte Pipi machen. Ich hab’ meine Schuhe angezogen, ich bin nämlich barfuß gefahren, was man eigentlich nicht darf. Beim Aussteigen zog ich sie aber an, da ich ja mal musste.

Weil es auf dem Parkplatz kein Klo gab, ging ich in die Natur. Danach zog ich die Schuhe wieder aus und wurde von irgendwas abgelenkt. Ich fahre los und merke auf einmal, dass ich meine Schuhe vergessen habe. Ich konnte ja nicht einfach umdrehen und zurückfahren. Ich war auf dem Weg zu einem Auftritt. Letztendlich bin ich barfuß gefahren, bis ich am Bestimmungsort angekommen bin. Ich glaube, es war eine Fernsehsendung.

Ich habe es dort erzählt, das fanden alle natürlich unheimlich lustig. Alle sagten, das ist eine Geschichte, die du eigentlich im Fernsehen erzählen musst. Ich sagte, dass ich das irgendwann ja mal machen kann. Daraus entstand ‘Barfuß durch den Sommer’.”

Irgendwann, irgendwo, irgendwie:

“Den Titel hat ein Junge geschrieben, der damals völlig unbekannt war. Er sah damals aus wie ein Schluck Wasser in der Kurve, und genauso lernten wir uns auch kennen, im Studio von Helmut Rüssmann. Rüssmann hat damals die ganzen Hits von Wolfgang Petry produziert. Er hatte mich eingeladen, weil er vielleicht einen Song für mich hatte.

Ich sang für Helmut irgendwas ein, und auf einmal meldete er sich zu Wort und sagte: ‘Darf ich mal zu dir ins Studio kommen?’ In diesem Moment sah ich ihn das erste Mal bewusst. Er sagte zu mir: ‘Mein Name ist Jürgen Döngens. Würdest du mir mal einen Gefallen tun?’ Ich sagte: ‘Ja, was denn?’ ‘Würdest du mal’, und dann sang er vor: ‘Irgendwann, irgendwo, irgendwie seh’n wir uns wieder.’ ‘Könntest du das für mich mal nachsingen?’

Ich sagte, ich wüßte nicht, warum. Helmut saß am Pult im Aufnahmeraum und sagte: ‘Sing doch mal. Die Zeilen klingen eigentlich gut.’ Ich sang die Zeilen ein, auf einmal flippte er aus und schrie: ‘Das ist es, das ist ein Hit!’ Helmut Rüssmann im Aufnahmeraum sagte nichts dazu. Ich auch nicht. Ich sagte zu ihm: ‘Hast du auch einen Vers dafür?’

‘Ja, habe ich auch’, sagte Jürgen zu mir. Dann sang er mir vor: ‘Ich hab dich verloren, hab dich immer noch lieb.’ Ich fragte ihn, ob er den Text geschrieben habe. Er antwortete aufgeregt: ‘Ja, zum Todestag meines Vaters.’ Ich sagte zu ihm: ‘Du bist ja gut. Soll ich jetzt ein Lied zum Todestag deines Vaters singen?’ ‘Ja’, sagte Jürgen, ‘mein Vater ist schon länger tot. Ich habe das Lied damals geschrieben, und ich liebe das Lied so. Wenn du das nur für mich alleine machen würdest, das wäre das Allergrößte.’

Auch Helmut meldete sich zu Wort und sagte: ‘Die Zeile ist doch ganz gut. Döngis, sing doch mal vor, wie das geht.’ Was er dann auch tat, a capella ohne Playback. Er sang eine Zeile, und ich sang sie nach. Döngis war begeistert: ‘Das ist toll, wie du das singst.’ Ich sagte: ‘Ich sing doch gar nicht. Ich wiederhole nur das, was du gerade vorsingst.’ ‘Ich höre, das wird ein Hit’, schwärmte Döngis wieder. Ich dachte: ‘Mann, hat der noch Träume im Magen.’

Was soll ich sagen? Ich hatte falsche Vorurteile. Ich sang den Titel ein, Helmut Rüssmann hat es produziert, und es wurde tatsächlich ein Riesenhit.”

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