Marie zum ESC

Marie Reim: „‘Boah, ist das geil‘, sagte Papa“ 

Exklusives Schlagerzeile®-Interview mit Marie Reim

Heute entscheidet sich im Studio Berlin Adlershof, wer sich das Ticket nach Malmö sichert. Im exklusiven Interview mit Schlagerzeile® sprach Schlagerhoffnung Marie Reim über den ESC, Schokoladentorte, das größte Kompliment von Papa Matthias und Mamas Kleid.


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Seit wann verfolgst Du selbst bewusst den ESC?

„Der ESC hat mich irgendwie schon immer begleitet, da ich damit groß geworden bin. Von meiner Mama habe ich schon früh mitbekommen, dass da was war. Aber 2001 war ich natürlich noch viel zu klein dafür. Im Teenie-Alter fing ich an, mich dafür zu interessieren, und habe mir auch rückwirkend die Finale angeschaut.

Die schönsten Auftritte in der ESC-Geschichte lagen für mich dabei eher weiter in der Vergangenheit. Celine Dion und Abba waren die gewaltigsten Auftritte für mich – beide sind Weltstars. Zu wissen, dass diese Weltstars auf einer Bühne standen, auf der ich die Chance habe, eventuell ebenfalls zu stehen, ist natürlich großartig!“

Eigentlich bist Du ja schon zum zweiten Mal beim ESC dabei – damals im zarten Alter von einem Jahr mit Schokotorte…

Marie lacht: „Oh, ja, ganz ehrlich: Wenn ich heute hier wirklich gewinnen sollte, dann würde ich wieder an meinem Geburtstag beim ESC sitzen. Und ich würde wieder eine Schokotorte anschneiden. Obwohl ich zugeben muss, dass ich sie als Kind mit den Händen gegessen habe. Ich würde es aus Traditionsgründen dann auch diesmal wieder tun.“

Wann genau hast Du den Entschluss gefasst, Dich für den deutschen Vorentscheid zu bewerben? Und was hat die Reim-Family dazu gesagt? Haben alle gesagt: „Bewirb dich!“, oder gab es auch kritische Stimmen?

„Vorab: Ich habe den Song ‚Naiv‘ nicht für den ESC geschrieben. Er ist einfach entstanden. Allerdings hatte ich bereits Wochen vor meiner Bewerbung mit dem lieben Tim einen Titel im Studio gebunkert.

Mit Tim hatte ich eine wahnsinnig intensive Zeit im Studio. Aus dieser intensiven Arbeit entstand ‚Naiv‘ relativ schnell. Der Song ist einfach geflossen. ‚Naiv‘ ist anders als alles, was ich bisher gemacht habe. ‚Naiv‘ ist zu 100 Prozent ich. Die Nummer ist das erste Mal voll Schlager – nicht zu modern, aber trotzdem rockig – typisch ich! 

Schon beim Schreiben hatte ich ein richtig tolles Gefühl. Eine Garantie, dass ein Song ein Hit wird, hast du nie. Deshalb war ich noch sehr vorsichtig. Irgendwann hielt ich ‚Naiv‘ für so gut, dass ich ihn Freunden und Familie vorspielte. 

Dabei bekam ich so viele tolle Reaktionen. Alle liebten den Titel. Selbst mein Vater hat gesagt: ‚Wenn du den nicht singst, singe ich ihn.‘ Ich war total erstaunt und dachte: ‚WAS?‘ Dass von meinen Vater, der auch mein größter Kritiker ist, so ein Lob kam, hat mich überwältigt. Denn mein Vater hat nicht immer alles bejaht. Er war immer knallhart und sehr ehrlich. Bei ‚Naiv‘ sprach er sein bisher größtes Kompliment aus.

Seit ungefähr einem Jahr schicke ich ihm regelmäßig neue Songs, Und ich weiß nicht, warum, aber in diesem Jahr bin ich so gut geworden, dass mein Vater sagt: ‚Boah, leck mich am Arsch, ist das geil! Vor dir sollten sich die Leute in Acht nehmen.‘ Das ist natürlich sehr verzaubernd, faszinierend und motivierend, wenn mein Vater so etwas sagt.

Meine Mama hat den Song natürlich auch gehört und fand ihn toll. Meine Mama war aber nie so super kritisch wie Papa. Sie hat immer fest an mich geglaubt. Vielleicht ist das so ein Mama-Tochter-Ding, ich weiß es nicht.

Und auch von meinen Freunden kamen durchweg positive Reaktionen. Als ich gemerkt hatte, wie gut ‚Naiv‘ ankam, kam von mir und der Plattenfirma zeitgleich die Idee, dass das der richtige Song für die ESC-Vorentscheidung ist. Natürlich war ich direkt Feuer und Flamme. So stand fest: Eine Bewerbung gibt es nur mit ‚Naiv‘.

Mein Vater meinte: ‚Marie, wenn du aus fast 700 Bewerbungen direkt in den Vorentscheid gewählt wirst, dann sollten sich alle doller anschnallen.‘ Als ich es in den Vorentscheid geschafft hatte, rief ich Papa als erstes an. Er sagte nur: ‚Oha, jetzt wird es ernst.‘

Allein seit der Bekanntgabe, dass ich beim Vorentscheid dabei bin, hat mein sich mein Leben so verändert. Ich habe Anfragen von TV-Formaten, die gar nichts mit Schlager zu tun haben. Ich sprenge gerade meinen eigenen Rahmen und wachse über mich hinaus. Was gerade passiert, liebe und genieße ich, so viele Möglichkeiten und Chancen zu bekommen.

Wenn ich gewinnen sollte, wird es sicher noch mehr. Ich glaube, mein Papa hatte genau das schon geahnt. Wenn ich gewinnen sollte, gibt es sicher ein Feuerwerk. Dafür werde ich alles geben!“

–> https://schlagerzeile.de/serie/8-gruende-warum-reim-nach-malmoe-muss/

Wer hatte die Idee, dass Du im Kleid von Mama auftrittst?

„Es war meine Idee, das ich in einem Kleid meiner Mutter auftrete, das ihrem ESC-Kleid sehr ähnlich sieht. Meine Mama hat mir vor vielen Jahren mal einen Koffer weitergereicht. Sie sagte, sie hätte aussortiert, und gab mir ihre schönsten Bühnenkleider, die tollsten Kleider, die ich je hatte.

In dem Koffer waren wirklich Mamas komplette Schätze. Sie sagte: ‚Wenn diese Kleider jemand bekommt, dann du. Vielleicht magst du ja das eine oder andere Kleid auch mal tragen. Ich war natürlich völlig begeistert, habe nur leider völlig andere Maße als meine Mutter. Ich hab‘ an meinem Popo ein bisschen mehr. Ist aber kein Problem, ich bin ja auch etwas größer und habe auch größere Füße. Dadurch habe ich nicht in alle Kleider reingepasst.

Für den Vorentscheid war eigentlich was ganz anderes als dieses Kleid geplant. Aber auch die Plattfirma war von der vorherigen Idee nicht ganz so überzeugt. Ich wollte unbedingt etwas Besonderes. Als ich darüber nachdachte, kam es wie ein Geistesblitz. Beim Zoom-Meeting lief ich mit der Kamera an meinen Schrank und habe Mamas Kleid gezeigt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich es noch nie an und wusste nicht mal, ob es passt. Außerdem ist das Kleid über zehn Jahre alt. Ich sagte, dass ich nicht einmal weiß, ob es jede Minute reißt, denn es besteht ja nur aus dünnem Netzstoff. Kurzum: Ich wusste nicht, ob die Idee Bullshit war.“

Kleid Marie Reim Michelle

Also probierte Marie das Kleid an, natürlich nicht während des Meetings, und es passte. Sie erinnert sich: „Als ich es anhatte, gab es bei allen den Wow-Effekt. Für alle stand fest: Es muss dieses Kleid sein. Und für mich ist es auch noch ein riesengroßer Glücksbringer! Nicht nur, weil meine Mama, was natürlich ein sehr emotionaler Aspekt ist, es getragen hat, sondern eben auch eine sehr erfolgreiche Künstlerin.“

Was hat Deine Mama denn gesagt, als sie Dich das erste Mal in dem Kleid gesehen hat?

„Sie hat mich noch gar nicht in echt in diesem Kleid gesehen nur auf einem Foto. Sie wird heute beim Vorentscheid im Publikum sitzen und mich supporten. Ich bin wirklich gespannt, wie sie reagiert, wenn sie mich in ihrem Kleid sieht.“

Langjährigen Michelle-Fans ist sicher aufgefallen, dass das Kleid dem von Michelle beim ESC 2001 sehr ähnlich sieht. Nur farblich ist Maries Kleid etwas dunkler. Dennoch bleibt das Netzkleid aus Mamas Koffer eine Besonderheit, schließlich hat Michelle auch dieses Kleid auf der Bühne getragen. 

„Es wird heute sicher ein sehr emotionaler und trotzdem rockiger und ein Auftritt, der sehr sexy wird. Und natürlich werde ich alles geben.“

Also: Nicht vergessen, heute Abend für Marie zu voten! Und denkt daran: Die Zeit ist reif für Schlager beim ESC! „Bist du dafür bereit?“ Dann vote unter -08 für Marie Reim!

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